Geflüchtete aus der Ukraine und Syrien: Unterschiedlich willkommen in Deutschland?

“Auch dieses Foto ist ein aktuelles Bild aus einem Krieg, den Putin gerade führt. Aber es wurde nicht in der Ukraine aufgenommen, sondern in Idlib in Syrien. Ein Krieg, den wir gerade zu vergessen scheinen, obwohl auch von dort zehntausende nach Deutschland geflohen sind aus Angst vor den Bomben Putins. Und, so groß die Hilfsbereitschaft für ukrainische Kriegsgeflohene gerade ist, so schwer macht es Deutschland den Geflüchteten aus Syrien, in diesem Land anzukommen. Die Menschenwürde ist unteilbar, sagt das Grundgesetz, und doch machen wir Unterschiede.”
Georg Restle

They are ‘civilised’ and ‘look like us’: the racist coverage of Ukraine

“What all these petty, superficial differences – from owning cars and clothes to having Netflix and Instagram accounts – add up to is not real human solidarity for an oppressed people. In fact, it’s the opposite. It’s tribalism. These comments point to a pernicious racism that permeates today’s war coverage and seeps into its fabric like a stain that won’t go away.” Moustafa Bayoumi asks that we offer help and solidarity to innocent people who need protection, irrespective of geographical proximity or skin color.
www.theguardian.com

Die beste Instanz

“Wir führen diese Debatte über Rassismus auf einer total primitiven Ebene. Es handelt sich um ein Menschenrecht. Schutz vor Diskriminierung ist ein Menschenrecht.”
Natasha A. Kelly

“Ich würde mir wünschen, dass wir wegkommen davon diese Ereignisse, wie sie jetzt auch im WDR passiert sind, immer als Einzelfälle zu diskutieren. Und es ist ja heute immer wieder aufgekommen, daß es sich um strukturelle Probleme handelt, die nach ’45 nicht einfach aufgehört haben. Und ich glaube es gibt ‘ne Situation, in der man sich in Deutschland sehr, sehr stark wünscht, daß nach ’45 ein besseres Deutschland entstanden ist [sic]. Aber der Wunsch alleine erzeugt noch nicht die Realität. Und da brauchen strukturelle Probleme strukturelle Lösungen.”
Max Czollek

Gemeinsam mit ihren Gästen formuliert Enissa Amani eine bemerkenswerte Antwort auf die vom WDR am 09.11.2020 erstmalig ausgestrahlte Sendung “Die letzte Instanz“, deren Umgang mit dem Thema Rassismus bestenfalls als naiv zu bezeichnen ist.

Don’t feel sorry for refugees — believe in them

“We take in so few refugees worldwide. We resettle less than .1 percent. That .1 percent benefits us more than them. It dumbfounds me how the word refugee is consided something to be dirty, something to be ashamed of. They have nothing to be ashamed of. We have seen advances in every aspect of our lives except our humanity. There are 65.3 million people who have been forced out of their homes because of war. The largest number in history. We are the ones who should be ashamed.”
Luma Mufleh

Human rights for Martians

​“Human rights introduce morality into law and offer limited legal enforcement to moral claims. But as morality is not one and the law is not a simple exercise in reasoning, moral conflict enters the legal archive and legal strictures regiment and control moral responsibility.” For Costas Douzinas, the human rights movement is an ongoing struggle to close the gap between the abstract man of the Declarations and the empirical human being.
www.opendemocracy.net